Mittelschüler lösen Kriminalfall mit DNA-Vergleich
25 Schülerinnen und Schuler lernen im Virchowlab von den Profis
Mitte Januar besuchte die Klasse 9b der Mittelschule Veitshöchheim das Rudolf-Virchow-Zentrum. Ihr Auftrag war es, einen fiktiven Kriminalfall aufzuklären. Eine Mitarbeiterin sei im Labor des Rudolf-Virchow-Zentrums gewaltsam zu Tode gekommen. Ein Verbrechen sei nicht ausgeschlossen und im Labor sei ein fremdes Haar sichergestellt worden. Es gäbe mehrere Verdächtige.
Mit hoher Motivation machten sich die Schülerinnen und Schüler unterstützt von Frau Weichbrodt, der Leiterin des Schülerlabors, und ihren Mitarbeiterinnen an die Arbeit. Nach einer grundlegenden Einführung in die Arbeit im Labor übten die Schülerinnen und Schüler den Umgang mit den Mikropipetten.
Dann ging es an die eigentliche Arbeit. Die DNA-Proben vom Tatort und die der Verdächtigen wurden mithilfe einer Polymerase Kettenreaktion (PCR) vervielfältigt, um genügend Analysematerial zu erhalten. Im Anschluss wurde mit einer Gel-Elektrophorese die DNA lesbar gemacht. Die Schülerinnen und Schüler waren begeistert, dass sie grundlegende Methoden der Forensik, die man aus vielen Krimis vom Hörensagen kennt, selber in der Praxis durchführen konnten.
Ein großer Dank gilt hier Frau Weichbrodt und ihren Mitarbeiterinnen des Virchowlabs, die das ermöglichten. Nach einer spannungsgeladenen Wartezeit war der Täter schließlich überführt: Es war der Ex-Freund des Opfers.
Autor: Bernhard Möller
