Mittelschule Veitshöchheim

Günterslebener Str. 41 - 97209 Veitshöchheim - Tel. 0931 452326-0

Corona-Hinweis

Sehr geehrte Eltern und Erziehungsberechtigte,


erfreulicherweise sinken die Infektionszahlen in Bayern weiter, die Sieben-Tage-Inzidenz ist zuletzt unter 20 gefallen. Deshalb darf ab sofort auf das Tragen einer Mund-Nase-Bedeckung im Außenbereich der Schule verzichtet werden. Im Schulhaus und im Unterricht muss die Maske weiterhin getragen werden. Auch die Vorschriften zur Hygiene und zur Testpflicht gelten weiterhin.
Ab Montag, dem 21. Juni 2021 gelten für alle Schulen in Bayern die folgenden Regelungen:

 

Bei einer Sieben-Tage-Inzidenz

• von 0 bis 100:
voller Präsenzunterricht (d. h. ohne Mindestabstand) für alle Jahrgangsstufen

• von 100 bis 165:
Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand für alle Jahrgangsstufen

• über 165:
Wechsel- bzw. Präsenzunterricht mit Mindestabstand für die Abschlussklassen; übrige Jahrgangsstufen: Distanzunterricht.

 

Mit freundlichen Grüßen

M. Winter, komm. Schulleiterin

VEITSHÖCHHEIMER MITTELSCHÜLER REINIGTEN MEERESMÜLL - VIER STUNDEN PRAKTISCHE UMWELTERZIEHUNG PUR BEI EINEM PROJEKT MIT DEM "INSTITUT FÜR OZEANPLASTIK RECYCLING"´

Artikel mit Bildern auf Veitshöchheim Blog

Mit Feuereifer waren am Dienstagvormittag, zu Beginn der ersten Woche der Pfingstferien, zehn Schüler der Klasse M 8a der Mittelschule Veitshöchheim in ihrer Freizeit auf dem Schulhof dabei, zwei Kubikmeter Meeresmüll von Algen, Mikroorganismen und Salzen mit einem 1:1000 verdünnten, komplett von Gefahrenpiktogrammen freiem Reinigungsmittel abzubürsten

Den Meeresmüll, den hier die Klasslehrerin Franziska Reumann sortiert, hatten der Würzburger Unternehmensberater Peter Bales und der Zellinger Möbelhändler Herbert Hornung Mitte April auf Sylt gesammelt. Die beiden haben zusammen mit dem Steuerberater Balthasar Höhn, wie der BR und die Mainpost im Dezember 2020 groß berichtete (siehe nachstehende Links), das gemeinnützige Beratungsunternehmen "Institut für Ozeanplastik Recycling"´(IFOPR) gegründet, mit dem Ziel, die Ozeane nachhaltig von Plastikmüll zu befreien und den Wertschöpfungsketten wieder zuzuführen.

Es war die erste Sortier- und Reinigungsaktion, die das Institut an einer Schule durchführte.

"Wir glauben dies ist der wichtigste Schritt überhaupt, die nächste Generation mit diesem Thema hautnah zu konfrontieren, und dadurch eine gewisse Achtsamkeit im Umgang mit Kunststoff zu wecken", betonte Bales, im Bild auf ein langes, mit Mikroplastik behaftetes Schiffstau zeigend, dass die Schüler ebenfalls abschrubbten.

Der IFOPR-Geschäftsführer äußerte sich begeistert über die intrinsische Motivation der Schüler. Bales: „Die Bereitschaft der 13jährigen, in ihrer freien Zeit an unserer Aktion teilzunehmen, zeigt einmal mehr, wie engagiert junge Menschen in Sachen Umwelt- und Klimaschutz sind. Für keine andere Generation sind diese Themen so überlebenswichtig – und deshalb wollten wir diesen Tag auch dazu nutzen, über die schädliche Wirkung von Plastik in den Meeren und der Umwelt aufzuklären.“ Eigentlich wollten noch viel mehr Schüler mitmachen, aber aufgrund von Corona-Beschränkungen ging die Aktion nicht größer.

Bevor es an die Praxis ging, hatte Bales die Zielsetzungen seines Institutes für Ozean Plastik Recycling erläutert (Näheres siehe nachstehenden Link auf die Homepage des Instituts). Michael Eichner (auf dem Foto 4.v.r.), der Vertriebsleiter der Firma WIEDS-Ecochem AG, Freudenberg NRW, die chemische Produkte für die gesamte Industrie herstellt, informierte über Chemie und die Reinigung von Produkten.

Herbert Hornung klärte über die Folgen auf, die uns durch den Kunststoff in der Umwelt, vor allem auf den Weltmeeren bedrohen. So treiben 18.000 Plastikteile auf jedem Quadratkilometer Ozeanoberfläche weltweit, sind 70 Prozent der Abfälle bereits auf den Boden gesunken und somit nicht in Berechnungen eingeschlossen, sterben 135.000 Meeressäuger jährlich aufgrund der Ozenvermüllung, treiben fünf Plastikteppiche in den Weltmeeren, von denen der Größte der Fläche von Mitteleuropa entspricht und schwimmt ein Plastikteil pro Liter Meerwasser in den Weltmeeren. Jedes Jahr landeten etwa zehn Millionen Tonnen Kunststoff in den Ozeanen.

Der von den Schülern gewaschene und sortierte Kunststoff wurde anschließend zum Schreddern der UNTHA Deutschland GmbH in Karlstadt übergeben. Im Anschluss sollen dann geeignete wissenschaftliche Partner im Detail analysieren, welche marktgängigen Produkte aus dem Granulat hergestellt werden können. Das wiederum eröffnet laut Bales seinem Institut die Chance, gemeinsam mit Industrieunternehmen an staatlichen Förderprogrammen teilzunehmen, um das Pilotprojekt Silicon Harbour zu finanzieren.

Klassenleherin Franziska Reumann freute sich sehr, dass ihre Schüler sinnbildlich an einem Strang ziehen, so ein Teil dieses Projektes sein und sich aktiv mit dieser aktuellen Problematik auseinandersetzen konnten. Reumann: "Durch den direkten Kontakt konnten Lösungsstrategien reflektiert und das nachhaltige Handeln in die eigene Lebenswelt einbezogen werden."

"Ich muss etwas für die Umwelt tun, ein Tag weniger Ferien macht auch keinen Unterschied", sagte begeistert ein Schüler und andere: "Das war eine tolle Abwechslung und machte mir viel Spaß." "Wenn ich nichts mache, macht keiner was." Ich habe nicht gewusst, dass so viel Plastik im Meer ist."

Keine Frage, dass alle ihren Familien und auch ihren Freunden von dem Tag erzählen werden.

Autor: Dieter Gürz